Donnerstag, 21.09.2017

09:00-11:00 Uhr Arbeitsgruppen

Junge Menschen sind die Treibkraft der deutsch-ukrainischen Kulturdiplomatie und leisten einen wichtigen Beitrag für die einzigartigen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine. Ob Geschichte oder Kunst, Wissenschaft oder Politik - viele spannende Themengebiete verbinden junge Generationen beider Länder (und öffnen neue Horizonte für die Zusammenarbeit). Sie sind vernetzt, sie meistern die Herausforderungen und gestalten gemeinsam die Zukunft! Dafür brauchen sie Unterstützung, um sich zu begegnen, neue Ideen zu entwickeln und bestehende Partnerschaften zu stärken. Dazu gehört auch ein deutsch-ukrainisches Jugendabkommen! Was soll dieses Abkommen beinhalten? Wer kann diese Initiative unterstützen und wer sind die relevanten Ansprechpartner? Gibt es gelungene Beispiele? Was können wir dafür leisten? Darüber und mehr wollen wir gemeinsam diskutieren. Die Arbeitsgruppe wird von Nataliya Pryhornytska (Freie Universität Berlin) geleitet. Im September 2014 war sie als Delegationsmitglied des Projektes „Europa im Koffer“ in der Ukraine unterwegs, mit dem Ziel den deutsch-ukrainisch-polnischen Dialog und Austausch zu fördern. (Deutsch, Ukrainisch)
Raum: Alte Bibliothek (OG)

An vielen der deutsch-ukrainischen MEET UP! Begegnungen nehmen auch junge Menschen aus Russland teil. Gemeinsam mit ihren ukrainischen und deutschen Altersgenossen setzen sie ein wichtiges Signal für Völkerverständigung und Frieden. Doch vor dem Hintergrund des Ukrainekonflikts und der damit verbundenen Spannungen knüpfen sich an diese trinationalen Begegnungen zugleich auch besondere Herausforderungen, Schwierigkeiten, aber auch Chancen. In der Arbeitsgruppe möchten wir mit euch und Ihnen Impulse aufnehmen und diskutieren, was diese deutsch-ukrainisch-russische Begegnungen ausmacht und was sie leisten können. Welche wirksamen Formen der Projektarbeit gibt es? Wie gehen Organisationen mit dem konfliktbeladenen Umfeld der Begegnungen um? Müssen wir umdenken? Welche Rolle spielen jeweils die Partner aus Deutschland, aus der Ukraine und Russland? Wie kann „MEET UP!“ stärker auf diese besonderen Bedingungen eingehen? Wo wird mehr Unterstützung erwartet? Moderiert wird die Arbeitsgruppe von Dr. Andrea Gotzes (Deutsch-Russischer Austausch e.V.). Sie hat im Dezember 2016 bereits ein Werkstattgespräch zu diesem Thema geleitet. (Deutsch, Russisch)
Raum: Malzlager (OG)

Das Förderprogramm MEET UP! unterstützt Begegnungsprojekte junger Menschen aus Deutschland, aus der Ukraine und Russland. Es verbindet Menschen und fördert den Dialog zwischen den Völkern. 
4.000 Teilnehmende haben in 130 Projekten partnerschaftlich zusammen gearbeitet, gesellschaftsrelevante Themen aufgegriffen, Veränderungsprozesse angestoßen und unkonventionelle Ideen in das Programm eingebracht. Sie haben junge Menschen aus Russland zur Teilhabe eingeladen und Reisestipendien zum Aufbau neuer Kooperationen genutzt.
Welche gesellschaftlichen Herausforderungen können Begegnungsprojekte aufgreifen? Welche Zielgruppen und Themen sind wichtig? Welche Ansätze, Methoden und Formate sind wirksam? 
Gemeinsam wollen wir Erwartungen klären, Bedürfnisse verstehen und Lösungen konzipieren. Wir wollen Ideen sammeln und konkretisieren und Eckpunkte eines tragfähigen Konzepts für MEET UP! erarbeiten.
Evelyn Scheer leitet seit Beginn an das Förderprogramm "MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen" und engagiert sich besonders für die nachhaltige und zielgruppengerechte Entwicklung des Programms.  (Deutsch, Russisch)
Raum: Börsenkontor (OG)

Du hast an einer deutsch-ukrainischen Begegnung teilgenommen, einen MEET UP!-Austausch organisiert oder Du suchst einen Projektpartner? Du möchtest mehr über andere MEET UP!-Projekte oder Veranstaltungen erfahren und mit Gleichgesinnten teilen? Dann hilft dir ein Netzwerk weiter! 
Wie soll das Netzwerk konzipiert sein, um zu funktionieren? Gibt es bereits Netzwerke oder Strukturen, die ausgebaut werden können? Wer sind die zukünftigen Netzwerker?
Gemeinsam mit Euch wollen wir Strategien für ein MEET UP!-Netzwerk erarbeiten. Wir diskutieren, welche gängigen Formate sinnvoll sind und welche neuen Ideen es für eine deutsch-ukrainische Vernetzung gibt. Ungewöhnliche Einfälle sind uns dabei sehr WILLKOMMEN!
Die Arbeitsgruppe wird von Artem Iovenko geleitet, der das Förderprogramm "MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen" von Anfang mitgestaltet hat und viel Zeit unserer Social Media Arbeit widmet. (Deutsch, Ukrainisch)
Raum: Kreativraum (OG)

Wie werden die Städte der Zukunft aussehen? Wie können wir an urbanen Transformationen teilnehmen und sie nachhaltig beeinflussen? Was können deutsch-ukrainische Begegnungen für lebenswerte Kommunen leisten? Die Arbeitsgruppe befasst sich mit Zukunftsvisionen der Stadtentwicklung.
Die Teilnehmenden greifen Ideen aus eigenen Projekten und Initiativen auf und setzen sich mit verschiedenen Konzepten wie CoHousing, Shared Economy, Community Gardening oder Co-Production auseinander. Sie entwickeln Ideen und Visionen für gegenwärtige Stadtentwicklungen in Deutschland, in der Ukraine und Russland.
Moderiert wird die Arbeitsgruppe von Dr. Michael LaFond - Community Developer, Project Manager, Urbanist sowie Gründer von id22: Institute for Creative Sustainability. Sein Hauptinteresse gilt gemeinschaftlichem Bauen sowie inklusiven, selbstorganisierten und nachhaltigen Wohnformen. (Englisch)
Raum: Nähstube (OG)

11:00-11:30 Uhr Pause

11:30-13:30 Uhr Kreativwerkstätten

 

13:30-14:30 Uhr Mittagspause

14:30-16:30 Uhr Workshops

Konflikte sind ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Vor allem in interkulturellen Bildungssituationen können Konflikte sich negativ auf die Atmosphäre innerhalb der Gruppe und auf die Gruppendynamik auswirken. Was sind mögliche Konfliktlinien in einem internationalen und interkulturellen Arbeitsumfeld? Wie können wir diese Konflikte identifizieren und nutzen, um einen positiven Lernprozess zu fördern? In diesem Workshop wollen wir gemeinsam die Ursachen und Faktoren von Konflikten ansprechen und Strategien kennenlernen diese zu verstehen und sie produktiv zu entwickeln.
Anne Wiebelitz, freie Trainerin (Deutsch, Ukrainisch)
Raum: Kreativraum (OG)

Der Workshop bietet die Gelegenheit, menschenrechtliche Aspekte in den eigenen Projektplänen zu stärken. Grundlage ist eine Einführung in die Menschenrechtsbildung und die Erarbeitung von Verbindungen zwischen historischem Lernen und dem Thema Diskriminierung. Gemeinsam wollen wir Ideen entwickeln, wie Wissen über Menschenrechte vermittelt, Fähigkeiten zu deren Umsetzung trainiert und an der Würde des Menschen ausgerichtete Haltungen gestärkt werden können.
Else Engel, freie Trainerin (Englisch)
Raum: Börsenkontor (OG)

Noch nie gab es für junge Menschen so viele Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln. Bei näherem Hinsehen wird jedoch schnell klar, dass nur ein geringer Anteil der jungen Generation derzeit Zugang zu internationalen Austauschmaßnahmen hat. Internationaler Schüler- und Jugendaustausch ist mehr als ein Nice-to-have im Lebenslauf, er kann Antworten auf dringende gesellschaftliche Herausforderungen bieten. Eine pädagogisch gut begleitete Austauscherfahrung ermöglicht jungen Menschen eine Lernerfahrung, die Herz, Hand und Kopf nachhaltig prägt. Durch eine neugewonnene Wertehaltung, neues Wissen und eigenes Engagement wirken Teilnehmende von internationalem Austausch positiv im eigenen Umfeld und in der Gesellschaft. Bisher wurde dieses gesellschaftliche Potential viel zu wenig berücksichtigt. Deshalb möchten wir die These: „Jugendaustausch wirkt!“ diskutieren und sichtbar machen, welche Potentiale eine Auslandserfahrung von jungen Menschen für die Gesellschaft selbst bietet. Maria Vogt – Robert Bosch Stiftung, Judith Blum – Stiftung EVZ (Englisch)
Raum hinten: Alte Bibliothek (OG)

Die Beschaffung von Mitteln ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit aller spendensammelnden Organisationen. Doch wie funktioniert das? Wie kann ich Menschen oder Institutionen motivieren, ein Projekt zu unterstützen? Und wo finde ich diese Menschen und Institutionen? Der Workshop zeigt, welche Wege möglich sind.
#4.1 Dr. Stephanie Neumann arbeitet seit 2006 im Fundraising für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Sie verantwortet dort den Bereich Direktmarketing. (Deutsch, Ukrainisch)
Raum: Malzlager (OG)
#4.2 Marika Südbeck leitet die Stabsstelle Unternehmenspartnerschaften für das Reformationsjubiläum 2017. (Englisch)
Raum vorn: Alte Bibliothek (OG)

Wer besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten erwirbt, möchte dafür einen Nachweis. Mit Open Badges (Zertifikat) bekommen solche Zertifikate einen digitalen Charakter. Besonders oft werden Open Badges im Bildungsbereich und im Jugendaustausch ausgestellt. Dabei basieren alle Open Badges auf einem gemeinsamen Standard. Außerdem können sie aufeinander aufbauen, egal wo sie erworben werden.
Zafar Saydaliev nutzt erfolgreich Open Badges in seinen Austauschprojekten, die er mit der Organisation CGE Erfurt e.V. durchführt. Er wird das System vorstellen und an praktischen Beispielen einen Einblick in den Nutzen von digitalen Auszeichnungen geben.  (Englisch)
Raum: Nähstube (OG)

17:00 Uhr Abendveranstaltung

Werft einen Blick hinter die Kulissen von MEET UP! Auf unserem Fest erwarten euch spannende Gesprächspartner aus Politik und Zivilgesellschaft, kulinarische Leckerbissen und Musik. Schaut in unseren Werkstätten vorbei, erzählt uns eure Geschichte und werdet Teil eines aktiven deutsch-ukrainischen Netzwerkes. Wir freuen uns auf euch!

Programm
 

#MEETUP2017